Wie ich zum Einhand Twitterer wurde

Donnerstag 19. Februar 2009 von ymo

Es war am 11.1.2009. Der Nebel lag dick über Wetzikon. Da es danach aussah, dass ein paar Dutzend Meter höher die Sonne durch den Nebel brechen würde, beschloss ich mit dem Bus nach Bäretswil zu fahren. Von dort wollte ich durch das Kemptner Tobel nach Wetzikon absteigen. Circa 200 m unterhalb der Kläranlage rutschte ich auf dem Eis bedeckten Wanderweg aus und viel auf den rechten Ellbogen. Sofort spürte ich, dass irgendetwas mit dem rechten Arm nicht mehr in Ordnung war. Ich konnte den Unterarm nicht mehr heben. Ich rief mit dem Handy meiner Frau an, damit sie mich in Bäretswil abholen kommt. Von der Unfallstelle aus, schloss ich mich einem anderen Spaziergänger an und ging wieder rauf nach Bäretswil. Am vereinbarten Treffpunkt angekommen, kam bereits meine Frau mit dem Auto an. Sie fuhr mich direkt in das Spital Wetzikon.

Nach dem Ausfüllen der benötigten Formulare, wurde ich in eine Koje der Notaufnahme geführt. Der untersuchende Arzt stellte ziemlich schnell fest, dass der Unterarm unter dem Ellbogen gebrochen war. Die Röntgenbilder bestätigten dann, dass es sich um einen komplizierten Bruch handelte. Da ich mir einen unfallträchtigen Tag ausgesucht hatte, musste ich mich bis am Abend gedulden, bis ein Operationssaal frei wurde.

Um circa 19:30 Uhr bekam ich eine Vollnarkose verpasst. Ich erwachte um 2:00 Uhr morgens wieder auf der Station und konnte trotz Medikamenten nicht mehr weiter schlafen. Der Grund war das Schnarchen des Herrn, der sich am Tag davor darüber ausgelassen hatte, dass ein Zimmer Genosse die ganze Nacht am Schnarchen sei. Am anderen Morgen telefonierte ich mit dem Geschäft. Wie sich herausstellte, waren wir seit dem 1. Januar diesen Jahres mit einem Privat Zusatz für Unfall abgedeckt. Dies ermöglichte es mir, gleichen Tages in ein Einzelzimmer der privaten Abteilung zu wechseln. Ich war ziemlich froh darüber, da ich noch einen zweiten Eingriff über mich ergehen lassen musste. Am ersten Tag konnte nicht komplett operiert werden, da der Arm dazwischen erst abschwellen musste, um sicherzustellen dass die Nervenbahnen bei der Operation nicht verletzt werden. Das hieß für mich, dass ich mich eine Woche gedulden musste, bis der Arm so weit abgeschwollen war, dass der Arm nochmals operiert werden konnte. In der Nacht vor dem Eingriff bekam ich noch Fieber. Trotzdem wurde die zweite Operation durchgeführt und ich wurde 16 Tage nach dem Unfall wieder aus dem Spital entlassen. Wie das in meinem Arm aussah, seht Ihr in diesen Bildern.

Wieder zuhause, hatte ich das Gefühl dass es jeden Tag ein bisschen aufwärts geht. Ich besuchte dreimal die Woche die Physiotherapie. Nach zwei Wochen wurde der Arm nochmals geröntgt und ein CT erstellt. Bei der anschließenden Kontrolluntersuchung stellte sich heraus, dass das schiefe Gelenksköpfchen nun doch zum Problem geworden war. Es musste mit einem Dritten Eingriff gerade gerichtet werden und mit einer Platte stabilisiert werden. Nur so war gewährleistet, dass ich den Unterarm wieder würde drehen können.

Dieser Eingriff fand nun gestern statt. Einen Tag danach bin ich wieder von den Infusionen befreit und einigermaßen zuversichtlich, dass die Sache wieder gut kommt. Ich hoffe schwer, dass ich in zwei, drei Tagen wieder nachhause kann und sich die Sache gut entwickelt wird.

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Leumund für die Spendenaktion zu meinen Gunsten bedanken. Dieser Dank gilt natürlich auch allen Spendern. Ich habe mich sehr über den Gutschein für einen RC-Heli gefreut. Der Gutschein wird ziemlich bald eingelöst werden, sobald ich wieder beide Hände gebrauchen kann.

Falls ihr in diesem Artikel Rechtschreibfehler findet, entschuldigt diese Bitte. Ich habe diesen Artikel mit einer Spracherkennung diktiert und bin eigentlich über die Qualität überrascht. Es ist ein ziemlich flüssiges Diktieren möglich und ich musste nur wenige Korrekturen von Hand anbringen.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 19. Februar 2009 um 20:22 und abgelegt unter Privates. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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